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Warum Belgien?

Das ehemals christliche Westeuropa ist eines der größten Missionsfelder der Welt geworden. Belgien, Sitz der Europäischen Union und anderer internationaler Organisationen macht dabei keine Ausnahme. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist das Land wohlhabend mit einem hochentwickelten Sozialsystem, das seiner Bevölkerung medizinische Versorgung, Ausbildung und die Sicherung des Existenzminimums garantiert. Auf geistlicher Ebene verhält sich das aber ganz anders…

Am Ende des 15. Jahrhunderts erlebte die Reformation einen großen Durchbruch in Belgien, das damals zu den Niederlanden gehörte. Viele Menschen wandten sich dem Protestantismus zu. In Antwerpen wurden Bibeln in den Landessprachen gedruckt und von dort aus in ganz Europa verbreitet. Im 16. Jahrhundert aber kam die Gegenreformation. Tausende von Gläubigen flohen gen Norden und gewaltsame Verfolgungen sollte die Abtrünnigen zurück zur katholischen Kirche bringen. Das Lesen der Bibel durch Laien war 400 Jahre lang verboten, bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil 1962. Der Einfluss der katholischen Kirche durchdrang sowohl das persönliche, als auch das soziale Leben der Menschen, was sich heute noch in tief verankerten Traditionen widerspiegelt. Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist jedoch die Bedeutung der Religion im Allgemeinen stark zurückgegangen.

In Belgien gibt es keine offizielle Staatsreligion. Der belgische Staat erkennt alle Religionen im Rahmen eines pluralistischen Laizismus an. Auch die Globalisierung hat eine wichtige Rolle im Erscheinen einer breiten Palette von Religionen gespielt und dazu geführt, dass man sich seinen eigenen Glauben zusammenbastelt nach dem Motto ‚von jedem etwas‘. Die spirituelle Erfahrung ist heute wichtiger als der Inhalt der jeweiligen Überzeugungen. Ströme von Einwanderern (unter anderem aus Nordafrika) haben das religiöse Gesicht eines traditionell katholischen Landes verändert. Heutzutage ist der Islam Belgiens zweitgrößte Religionsgemeinschaft.

In diesem riesigen spirituellen Supermarkt wollen wir Zeugen unseres Glaubens und unserer Beziehung zu Jesus Christus sein. Wir möchten, dass andere Ihn persönlich kennenlernen, so dass sie ihr Leben zusammen mit Gott weiterführen können.

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